Drei Vizemeisterschaften gehen nach Essen

Kein Titel aber drei Vizemeisterschaften für die drei Essener Teams bei den Deutschen Tennis-Vereinsmeisterschaften. Damit wurden auch die Damen 50 des Etuf gestoppt, die in den letzten sieben Jahren sechs Mal den Pokal an den Baldeneysee entführten.  Wenn auch nicht der ganz große Wurf gelang, waren auch die TIG Heegstraße bei ihrem Debut und der zweifache Meister TuS 84/10 mit dem Einzug ins Finale und Rang zwei zufrieden.

Etuf (Damen 50)

Damen 50 des ETUF.

Die Damen 50 des ETUF wurden Zweiter. Foto: ETUF

Das Team um die Mannschaftsführerin Sabine Schmitz verpasste trotz großer personeller Probleme auf der Anlage des TV Stockdorf nur knapp ihren siebten Titel. Während Karina Heck-Elias an Position vier kurzfristig  erkrankt ausfiel, stellte sich Spitzenspielerin Susanne Veismann trotz eines Bruches des linken Handgelenkes zur Verfügung.

Der Titelverteidiger setzte sich im  Auftaktmatch glatt mit 5:1 gegen den TC BW Berlin durch und qualifizierte sich damit für das Finale. Während Carole de Bruin (kampflos), die eingeflogene Australierin Lyn  Mortimer, Gabi Gröll-Dinu, Sabine Schmitz und Dagmar Anwar glatt in zwei Sätzen gewann, unterlag Susanne Veismann stark gehandicapt im Top-Einzel gegen Susanne Bösser nur knapp mit 4:6, 5:7. Eine Kuriosität am Rande: Da auch die Berlinerin verletzt antrat, brachten beide ihre Aufschläge von „unten“ über das Netz. Auf die Austragung der Doppel wurde verzichtet.

Das Finale wurde nach dem 3:3 aus den Einzeln erst in den Doppeln entschieden Carole de Bruin, Gabi Gröll-Dinu und Sabine Schmitz  sorgten für die drei Erfolge. Während Susanne Veismann im zweiten Satz beim 0:1 aufgeben mussten, scheiterten Lyn Mortimer und Dagmar Anwar im Match-Tiebreak. Der Sieg im Doppel durch de Bruin/Schmitz reichte nicht. Die Spiele mussten aufgrund der Witterung teilweise in die Halle verlegt werden. Sabine Schmitz haderte an der Abwicklung und der Organisation durch TV Stockdorf: „Wir mussten knapp eine Stunde durch München zu einer unzumutbaren Halle fahren, um anschließend noch einmal zu wechseln. Unter den gegebenen Umständen müssen wir zufrieden sein. “

Das Spiel Platz drei gewann der TV Stockdorf. Die Berliner reisten trotz einer 4:2-Führung nach den Einzeln vorzeitig ab, um noch ihr Flugzeug zu erreichen.

TuS 84/10 Essen (Herren 55)

Nach den Erfolgen in den Jahren 2014/2015 blieb dem TuS das „Triple“ versagt. Wie im Vorjahr erwies Tennis 65 Eschborn in der Endrunde in München-Gräfelfing zu stark.  Die Essener wurden allerdings beim 0:6 im Finale unter Wert geschlagen. Neben dem spanischen Spitzenspieler Fernando Luna musste auch Maris Rozentals verletzt aufgeben. Detlef Hungerberg (5:7) und Peter Schreckenberg (6:7) gaben den ersten Satz nur knapp ab. Während Thomas Drees glatt unterlag, hielt Axel Goike an Position zwei gegen die Deutch Nummer eins, Norbert Henn, den ersten Durchgang mit 4:6 lange offen.

Im Halbfinale setzte sich der TuS gegen den THC Neumünster in einer spannenden Begegnung mit 5:4 durch. Aufgrund der schlechten Witterung musste in die Halle ausgewichen werden. Nach den Erfolgen von  Axel Goike, Maris Rozentals und  Patrick Martijn und den Niederlagegen von ; Fernando Luna, Detlef Hungerberg und Peter Schreckenberg stand es nach den Einzeln 3:3.  Die Entscheidung fiel im dritten Doppel durch  Schreckenberg/Martijn, die sich beim Stand von 4:4 im Match-Tiebreak mit 10:7 in einem „Krimi“ durchsetzen.

Geschäftsführer Jürgen Diedrich trat mit der Mannschaft und 30 mitgereisten Fans zufrieden die Heimreise an: „Wieder ein toller Erfolg für die Tennisabteilung.”  Mannschaftsführer Thomas Drees ergänzte bei der Siegerehrung: „Im nächsten Jahr wollen wir wiederkehren.“

TIG Heegstraße (Herren 65)

Für den Sportwart Bernd Eppinger war Die Vizmeisterschaftes der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte: „Es ist noch einmal eine Steigerung Nach dem erstmaligen Gewinn der „Westdeutschen Meisterschaft“ war das  noch einmal eine Steigerung“

Mannheim gab es im Halbfinale einen Sieg im Halbfinale gegen Rot-Blau Regensburg. 5:1 hieß es nach den Einzeln mit Siegen von Paul Schulte, der sich nach einem überzeugenden Auftritt im Spitzeneinzel gegen den vielfachen Deutschen Meister Peter Marklstorfer durchsetzte,  Rainer Friemel, Wilfried Siwitza, Bebe Almajan und Hans-Robert Wächter; nur Heinz-Jürgen Ruhmann musste sich geschlagen geben. Auf die Austragung der Doppel verzichteten  beide Mannschaften.

Im Endspiel leistete das Team dem hoch favorisierten TK GW Mannheim einen erheblichen Widerstand. Wilfried Siwitza und Bebe Almajan gewannen ihre Einzel und hielten damit die Begegnung noch offen. Rainer Friemel  unterlag nach einem guten ersten Satz erst im Tiebreak.  „Gegen die starken  Mannheimer  Doppel hatten wir dann aber keine Chancen“, sagt Eppinger. Nach dem ersten Sieg im Doppel und dem entscheidenden fünften Punkt wurde das Finale beendet.

Text: Dieter Meier

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