Bundesliga-Bilanz TC Bredeney: Vizemeister, Meister und „Final Four“

Herrenteam Deutscher Vizemeister
Spannend bis zum letzten Spieltag – rein rechnerisch wäre die Deutsche Meisterschaft für die Jungs vom TC Bredeney noch zu verteidigen gewesen, aber dazu hätten sie ihr Abschlussspiel in der Bundesliga gegen Tennis Ewige Liebe Blau-Weiß Neuss gewinnen und auf Schützenhilfe aus Mannheim hoffen müssen. Beides ist nicht der Fall – und somit kann sich Rosenheim dank eines Unentschiedens gegen Mannheim zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Deutsche Meisterschaft sichern. Der TC Bredeney beendet die Spielzeit als Vizemeister.
Zum Finale der diesjährigen Bundesligasaison der Herren strömen knapp tausend Tennisbegeisterte bei bestem Sommerwetter an den Zeißbogen und bringen bei durchgängigen dreißig Grad nicht nur fast die Getränkeversorgung des TC Bredeney an ihre Grenzen, sondern erleben auch hoch dramatische Spiele bestens aufgelegter Bredeneyer, die sich am Ende aber mit 2:4 (1:3 nach den Einzeln) den ebenfalls hochklassiges Tennis spielenden Neussern geschlagen geben müssen.

Benjamin Hassan sorgt dabei in seinem Einzel an Position Vier für den spektakulärsten Höhepunkt des letzten Spieltags: In einem nervenaufreibenden MatchTieBreak sichert er seinem Team mit seinem Matchball zum 19:17 gegen den Neusser Javier Barranco Cosano zu diesem Zeitpunkt zumindest die Aussicht auf ein Unentschieden und schraubt die Runde nach den Einzeln auf 1:3.

Nachdem Oscar Otte und Mats Moraing im ersten Doppel auf 2:3 korrigiert haben, müssen sich Benjamin Hassan (erneut gegen Javier Barranco Cosano – an der Seite von Vitaliy Sachko) und Guy den Ouden im zweiten Doppel allerdings den Neussern geschlagen geben. Damit beenden die Bredeneyer die diesjährige Saison mit ihrer zweiten Niederlage, lassen sich durch die Vizemeisterschaft aber die Laune keinesfalls verderben (Saisonverlauf).
Damen zum fünften Mal Deutscher Meister
Die Bredeneyer Damen setzten ihre Erfolgsbilanz fort – und sichern sich bereits am vorletzten Spieltag ihre fünfte Deutsche Meisterschaft in sechs Jahren.

Mit Tatjana Maria an der Spitze erobern sich die Essenerinnen die Spitzenposition im deutschen Bundesliga-Tennis zurück. Im letzten Heimspiel Ende Mai reicht ein Sieg gegen TEC Waldau Stuttgart, um sich den Titel zurück an den Zeißbogen zu holen – und die Damen liefern souverän. Mit 6:3 besiegeln die Bredeneyerinnen den erneuten Triumph und können den abschließenden Spieltag beim Heidelberger TC auch mit einer Niederlage ausklingen lassen. Gratulation zur Deutschen Meisterschaft (Saisonverlauf)!
Herren 30 in den „Final Four“
Maximal ein 7:2 ist die „schlechteste“ Bilanz der TCB-Herren30-Siege in dieser Saison – doch die Dorstener Jungs vom TC Jüntgen sind in diesem Jahr noch eine Spur stärker und schlagen die Bredeneyer im direkten Duell mit 6:3.

Damit beenden die Jungsenioren die reguläre Saison aufgrund dieser Niederlage die Herren-30-Bundesliga Nord auf Platz Zwei (Saisonverlauf).
Doch anders als in den vergangenen Jahren wird die Deutsche Meisterschaft 2026 in einer „Final-Four-Runde“ ausgespielt. Heißt: Die beiden Erstplatzierten der Bundesliga Nord und Süd spielen gegeneinander über Kreuz – und so stehen sich die Essener Mitte Juli den Final-Rivalen von 2025 aus Großhesselohe auf der Anlage der Dorstener gegenüber. In engen Spielen ist aber gegen die Truppe mit Tommy Haas an Eins letztlich nichts zu machen und mit 3:6 somit Endstation im Halbfinale.
Am Ende triumphieren aber dennoch die Gastgeber des Dorstener TC Jüntgen über Großhesselohe, werden zum ersten Mal Deutscher Meister bei den Herren 30 und halten den Titel damit weiterhin in Nordrhein-Westfalen (Finalrunde).
Der Ausblick auf die kommende Bundesliga-Saison verspricht also spätestens an dieser Stelle aus Essener Sicht wieder gehörig spannend zu werden – sei es bei den Herren, den Damen oder den Herren 30.